Ackern mit Pferde-Stärke

In der Geschichte der Landwirtschaft haben Traktoren erst vor vergleichsweise kurzer Zeit die wichtige Rolle eingenommen, die sie heute haben.

Die Zeitspanne, in der Tiere die landwirtschaftliche Arbeit erleichterten, ist viel viel länger und reicht bis in die Anfänge des Ackerbaus zurück. Deshalb hiessen die ersten Traktoren auch "Diesel-Rösser".

Seit einigen Jahren nutzen wir Pferde in der Landwirtschaft. Mit ihnen können wir Holz rücken, ohne große Schneisen in den den Wald zu schlagen und den empfindlichen Boden mit schweren Erntemaschinen zu belasten. Auch unsere Kartoffel- und Getreideäcker sowie die Wiesen und Weiden bearbeiten wir mit dem Pferd. Die Hauptarbeit erledigt zur Zeit unsere Stute "Tosca".

Mit der Pferdearbeit wollen wir nicht nur eine alte Tradition am Leben erhalten, sondern lang bewährte Techniken für die Zukunft weiter entwickeln. Pferde ermöglichen es uns, sehr ressourcenschonend zu arbeiten und unseren wertvollen Ackerboden schonend zu behandeln. Zugtiere brauchen keinen Diesel in den Tank, sondern sind in der Lage, sich ihr eigenes Futter zu erwirtschaften! Durch ihr - im Gegensatz zum Traktor - geringes Gewicht verdichten sie den Boden nicht.

Um gut mit dem Pferd ackern zu können, müssen wir mit viel Ruhe und Konzentration an die Sache heran gehen. Das tut nicht nur den Tieren, sondern auch uns Menschen gut. Die Arbeit mit dem Pferden gehört deshalb zu unseren ausgesprochenen Lieblingsbeschäftigungen.

Wenn es allerdings möglichst schnell gehen soll und wie z.B. beim Heu machen viel Arbeit in sehr kurzer Zeit geschafft werden muss, sind wir weiterhin froh, auf unsere Diesel-Rösser "Henry" und "Xaver" zurückgreifen zu können.