Viele Jahrhunderte war er aus der Landwirtschaft gar nicht wegzudenken: der Ochse hatte nicht nur eine Bedeutung als Fleischlieferanten, sondern auch als Arbeitstier. Viele Milchkühe standen nicht nur im Stall oder auf der Weide, sondern wurden für verschiedene Arbeiten genutzt. Mit ihnen wurde der Boden bearbeitet, Waren und Personen transportiert und Holz aus dem Wald geholt. Das ist noch gar nicht so lange her – noch vor 70 Jahren war der Anblick von Arbeitspferden und -ochsen auf den Feldern ganz alltäglich. Das Angler-Rind ist als Drei-Nutzungsrasse gezüchtet worden: als Milchkuh, als Fleischrind und als Arbeitstier.

Zwei Jahre lang hat Björn mit unserem Ochsen Raban gearbeitet. Alte Arbeitsgeräte, die in Scheunenecken verstaubten, hat Björn wieder belebt, umgebaut und modernisiert. Zusammen haben Björn und Raban mit verschiedenen Anspanntechniken experimentiert und funktionale Arbeitstechniken entwickelt. Eine Besonderheit: der Ochse wird durch das Arbeiten nicht „abgenutzt“, sondern entwickelt prächtige Muskeln und hat damit eine sehr gute Fleischqualität, wenn er geschlachtet wird.

Zur Zeit ruht das Projekt "Arbeitsochse" und wir konzentrieren uns auf die Arbeit mit den Pferden, die im Vergleich mit den Ochsen einfacher zu handhaben sind. Im Hinterkopf tragen wir weiter die Idee, irgendwann in den nächsten Jahren - mit dem gesamten Erfahrungswissen, das wir aus der Pferdearbeit gewonnen haben - wieder einen Ochsen aufzuziehen und für den Arbeitseinsatz anzulernen.